Religionslehre

Der Religionsunterricht am Berufskolleg für Technik Düren   

Der Religionsunterricht befähigt die Schüler zu selbstbestimmtem und solidarischem Leben. Dies geschieht in der Begegnung mit christlichen Überzeugungen und in Auseinandersetzung mit anderen Religionen und Weltanschauungen.

Der Religionsunterricht bereichert und erweitert die Lernfelder und die Arbeit in den Bildungsgängen in Richtung auf eigenverantwortliches, solidarisches und ethisch begründetes Handeln der Schülerinnen und Schüler. Damit soll auf eine wertorientierte Persönlichkeitsentwicklung hingewirkt werden.

Der Religionsunterricht schafft Raum für öffnende Grundfragen aus privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Lebensbereichen:  

  • Wer bin ich?

  • Woher komme ich?

  • Woran halte ich mich?

  • Woran orientiere ich mich?

  • Wie gehe ich mit Konflikten um?

  • Was dient mir und zugleich den Menschen?

  • Wofür und vor wem übernehme ich Verantwortung?

  • Was darf ich hoffen?

  •  ...

Am Berufskolleg für Technik Düren geht es uns Religionslehrerinnen und -lehrern um einen wissenschaftlich fundierten und engagiert durchgeführten Religionsunterricht. Dieser dient nicht primär einer systematischen Stoffvermittlung; er bezieht sich auf Situationen der Schüler/innen, stellt sich ihren Fragen und Problemen und zeigt Perspektiven auf.[1]

Dies geschieht insbesondere in Hinblick auf eine zunehmende Distanzierung von Kirche aufgrund zurückgehender religiöser Sozalisation, die aber nicht mit einer Abnahme von "Religioität" gleichzusetzen ist.

Hinsichtlich der großen gesellschaftlichen Veränderungen, "denen sich die junge Menschen ausgesetzt sehen, ist es umso wichtiger, das Gespräch mit der jungen Generation persönlich, engagiert und offen zu führen und christliche Lebensvorstellungen und die Beheimatung im Glauben als Angebot datzustellen".[2]

Wir Religionslehrerinnen und -lehrer setzen uns dafür ein, dass die Schüler bereit und fähig werden,

  • ihre Fragen nach dem Woher, Wozu und Wohin des Lebens und ihre Sichtweisen zu äußern;

  • ihren eigenen religiösen Standpunkt zu beziehen und dadurch Sinn für ihr eigenes Leben zu finden;

  • sich mit den Inhalten und Ausdrucksformen anderer Religionen auseinander zu setzen und Achtung sowie Verständnis gegenüber Menschen mit anderen Lebensdeutungen zu entwickeln;

  • Mut und Zivilcourage zu entwickeln und für die Menschenrechte einzutreten;

  • auf Grundlage des christlichen Menschenbildes und Weltverständnisses solidarisch, gewaltfrei und ökologisch zu handeln im Sinne des konziliaren Prozesses;

  • sich vertraut zu machen mit den christlich-jüdischen Überzeugungen und Erfahrungen und diese als Anstoß zu begreifen für die eigene (religiöse) Entwicklung.

Religionslehre in den Bildungsgängen

In den Fachkonferenzen „Religionslehre“ werden die Grundsätze der unterrichtlichen Arbeit beraten und abgestimmt.

In die didaktische Jahresplanung der Bildungsgangkonferenzen bringen die Religionslehrerinnen und -lehrer Lernmöglichkeiten ein, die sich an den oben genannten Kompetenzen orientieren und bildungsgangspezifisch akzentuiert werden.

Bildungsgangübergreifend bereiten die Religionslehrerinnen und -lehrer mit Schülerinnen und Schülern Begegnungsmöglichkeiten zu gegebenen Anlässen im Jahr vor (z.B. Abschlussfeier, Weihnachten, Tag der offenen Tür).

September 2005                                                                                                                        Fachkonferenz Religionslehre

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[1] Vgl. Synode der Dt. Bistümer „Der Religionsunterricht in der Schule“ 1974, 3.7, S. 41.
[2] Vgl. Lehrplan f. d. Berufskolleg Ev. Religionslehre, 2004, S. 9.